Nachhaltige Veranstaltungen

Transport

Virtuelle Konferenz

Umwelteinflüsse

Für eine nachhaltige Veranstaltung ist die Reduktion der Reisen die wirkungsvollste Massnahme.
Am umweltfreundlichsten ist es, eine Veranstaltung virtuell durchzuführen. Die hierdurch entstehenden Treibhausgas-Emissionen (Definition TGH: 1) sind minimal [2, 3].

Kg CO2-Äquivalente, die durch die Hin- und Rückreise von Paris Gare du Lyon und Zürich Hauptbahnhof emmitiert werden. PKW: 365,29 kg. Flugzeig: 335,77 kg. Bahn 40,44 kg. 4 Stunden Videozuschaltung 0,17 kg.
Kg CO2-Äquivalente, die pro Person durch die Hin- und Rückreise zwischen Zürich Hauptbahnhof und Paris Gare de Lyon, respektive für 4 Stunden virtuelle Präsenz, emittiert werden.
Datengrundlage: Berücksichtigt den Betrieb, die Energiebereitstellung, die Herstellung, den Unterhalt, sowie die benötigte Infrastruktur [4].
Annahmen und Berechnungsgrundlagen [5].

Zeiteinsparung

Nebst den reduzierten Umwelteinflüssen sind die Zeiteinsparungen der zentrale Vorteil einer virtuellen Zuschaltung. Gerade Experten/innen aus dem Ausland erhalten so eine effiziente Möglichkeit, an Ihrer Konferenz zu referieren.

Zeitaufwand durch eine potentielle Anreise (Hin- und Rückfahrt Paris Gare de Lyon, Zürich HB). Auto 13 Stunden. Zug 8.5 Stunden, davon 7 nutzbar. Flug 8 Stunden, davon 2 nutzbar. Aufwand Vorbereitung virtuelle Zuschaltung ca. eine Stunde
Zeitaufwand pro Person für die Hin- und Rückreise zwischen Zürich Hauptbahnhof und Paris Gare de Lyon, respektive für 4 Stunden virtuelle Präsenz.
Annahmen und Details [6].


Der Videokonferenzdienst (ID MMS-VC) der ETH Zürich

Der Videokonferenzdienst unterstützt alle ETH-Angehörigen bei der Planung und Durchführung von Videokonferenzen in allen gängigen Formaten.

An den Standorten Zentrum und Hönggerberg verfügt die ETH über voll ausgestattete Videokonferenzräume. Darüber hinaus stehen verschiedene Leihkunden zur Verfügung, die unabhängig vom Standort auf dem Campus genutzt werden können (ID MMS Infrastruktur und Support).

Double 2 Telepresence Roboter mit IPadBei Konferenzen können auch soziale Interaktionen wichtig sein, beispielsweise beim Apéro. Hier kann der Telepresence Roboter DOUBLE 2 mit iPad (https://www.doublerobotics.com/) auf spielerische Weise Abhilfe schaffen.

Weitere Informationen zu den Dienstleistungen des ID MMS-VC, den vorhandenen Infrastrukturen und Systemen (z. B. eine Liste der Videokonferenzräumen) etc. finden Sie auf der Seite des Videokonferenzservices der ETH.

Die Reservation sowie Organisation der Videokonferenzen läuft über Christopher Sauder. Hörsäle sowie Multifunktionsräume müssen über die Raumreservation reserviert werden.

Trotz den Möglichkeiten, die eine Videozuschaltung mit sich bringt, gibt es Knackpunkte die berücksichtigt werden müssen:

  • Nicht alle Räume sind für eine Videoübertragung geeignet, informieren Sie sich im Vorfeld.
  • Achtung, Zeitverschiebung!
  • Bei Konferenzen, die ganzheitlich virtuell abgehalten werden, ist auch die Ausrüstung der anderen Hochschulen / Teilnehmenden von grosser Wichtigkeit.




[1]: Treibhausgase (THG) sind Gase, welche einen Teil der, vom Boden abgegebenen, langwelligen Wärmestrahlung absorbieren, und diese wieder in alle Richtungen, also auch wieder zum Boden hin, abgeben. Die natürlich vorkommenden THG sind nötig, damit die Temperatur der Erdoberfläche im globalen Mittel auf ca. 14°C liegt (https://data.giss.nasa.gov/gistemp/faq/abs_temp.html). Ohne diesen Effekt (Treibhauseffekt), läge das globale Mittel bei -18°C.
Die anthropogenen, also vom Menschen verursachten THG, reichern sich jedoch seit der Industrialisierung in der Atmosphäre an, und verursachen so eine zusätzliche Erwärmung der Erdoberfläche (globale Erwärmung). Die anthropogenen THG entstehen hauptsächlich durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe, Abholzung und Brandrodung, Landwirtschaft, sowie durch die Abfallbewirtschaftung. Die THG-Emissionen werden meist in CO2-Äquivalenten angegeben, welche alle emittierten THG anhand ihrer relativen Wirkung auf den Treibhauseffekt zusammenfassen (https://www.bafu.admin.ch/bafu/de/home/themen/klima/daten-indikatoren-karten/daten/treibhausgasinventar.html).

[2]: Warland, L. & Hilty, L. M. (2016). Factsheet: Dienstreisen. Nachhaltigkeitsteam, Universität Zürich.

[3]: Coroama, V. C., Moberg, Å., & Hilty, L. M. (2015). Dematerializationthrough electronic media?. In ICT Innovations for Sustainability (pp. 405-421). Springer, Cham.

[4]: Mobitool-Faktoren v2.0: Die Excel Datenbank mit aufbereiteten ecoinvent-Umweltdaten und Emissionsfaktoren.

[5]: Auto: Mittelklassewagen, Abgasnorm EURO 6, Benzin, eine Person, 1200 km.
Flugzeug:
Zürich (ZRH) - Paris (CDG) Nonstop, Belegung 76%, Business-Class, 980 km. Zugtransfer CH: Regionalverkehr nur S-Bahn, Belegung 26%, 21.2 km. Zugtransfer Paris: Durchschnitt Regional- und Fernverkehr, Belegung 38%, 34 km.
Bahn:
Zürich HB - Basel SBB: Fernverkehr, Belegung 30%, 180 km. Basel SBB - Paris Gare de Lion, Hochgeschwindigkeitszug (TGV), Belegung 55%, 1120 km.
Virtuell:
Strommix Frankreich vom 19.11.19 08:45: Atom 59%, Wasser 19%, Erdgas 13%, Kohle 2%, Erdöl 2%, Biogene Treibstoffe 1%, Weitere 3%.

[6]: Virtuell: Total 1 Stunde. Einrichten und testen (eigene Schätzung).
Flugzeug:
Total 8 Stunden. Transfer Zürich HB - Zürich Flughafen (2 * 15 min), Transfer Paris Charles de Gaulle - Paris Gare de Lyon (2 * 45 min), Check in und Wartezeit an Flughäfen (2 * 90 min), Gepäckausgabe (2 * 15 min), Flugzeit (2 * 75 min).
Bahn:
Total 8.5 Stunden. Zürich HB - Paris Gare de Lyon inkl. Umsteigen (2 * 270 min).
Auto:
Total 13 Stunden. Zürich HB - Paris Gare de Lyon (2 * 390 min), tanken, Parkplatz suchen und Pausen (60 min, eigene Schätzung).




Internationale Präsenzveranstaltung

Flüge reduzieren
Prüfen Sie, ob eine Liveübertragung im Web oder ein Webcast sinnvoll ist und weisen Sie in der Einladung darauf hin. Weitere Informationen unter "Virtuelle Veranstaltung".

Wenn Sie sich für eine Präsenzveranstaltung entscheiden, bitten Sie Ihre Gäste, mit dem Zug anzureisen.



Reisezeiten und CO₂-​Emissionen auf der Strecke Zürich HB Paris Gare de Lyon im Vergleich. Flugzeug 8 Stunden Reisezeit, davon 2 Stunden nutzbar, 335 kg CO2-Äquivalente emittiert. Bahn 8.5 Stunden Reisezeit, davon 7 Stunden nutzbar, 40 kg CO2-Äquivalente emittiert. Auto: 13 Stunden Reisezeit, 365 kg CO2-Äquivalente emittiert
Säulen: Zeitaufwand pro Person für die Hin- und Rückreise zwischen Zürich Hauptbahnhof und Paris Gare de Lyon. Annahmen und Details [1].
Linie: Kg CO2-Äquivalente, die pro Person durch die Hin- und Rückreise emittiert werden. Datengrundlage [2], Annahmen und Details [3].

Flüge optimieren
Bitten Sie jene Gäste die mit dem Flugzeug anreisen, Nonstop und Economy zu fliegen, so können unnötig hohe Emissionen vermieden werden.

Pro Person und Kilometer verursacht ein Economy Flug auf einer Kurzstrecke 220,4 Kilogramm CO2: In der Business Klasse steigt dieser Emissionswert auf 337.1 kg an. Auf Langstreckenflügen sind die Emissionswerte pro Kilometer etwas geringer
Emissionen verschiedener Flugklassen und -distanzen in kg CO2-Äquivalenten pro Person und km [2].

Kurzstreckenflüge erzeugen mehr CO2-Äquivalente pro Kilometer als Langstreckenflüge, da beim Starten und Landen mehr emittiert wird als beim Flug selber. Daher ist es nicht nur aus Gründen der Bequemlichkeit sinnvoll, Direktflüge zu bevorzugen. Zudem gilt: Economy vor Business! Business Plätze brauchen mehr Platz, daher können weniger Passagiere fliegen und somit steigen die Emissionen pro Person und Km.

Flüge kompensieren

Ziehen Sie eine CO2-Kompensation in Betracht. Mit dem Tool des Registrations-Teams der Sektion Events können Sie den Teilnehmenden auch die Möglichkeit geben, dies selbst zu übernehmen.


[1]: Flugzeug: Zürich (ZRH) - Paris (CDG) Nonstop, Belegung 76%, Business-Class, 980 km. Zugtransfer CH: Regionalverkehr nur S-Bahn, Belegung 26%, 21.2 km. Zugtransfer Paris: Durchschnitt Regional- und Fernverkehr, Belegung 38%, 34 km.
Bahn:
Zürich HB - Basel SBB: Fernverkehr, Belegung 30%, 180 km. Basel SBB - Paris Gare de Lion, Hochgeschwindigkeitszug (TGV), Belegung 55%, 1120 km.
Auto: Mittelklassewagen, Abgasnorm EURO 6, Benzin, eine Person, 1200 km.

[2]: Datengrundlage: Mobitool-Faktoren v2.0: Die Excel Datenbank mit aufbereiteten ecoinvent-Umweltdaten und Emissionsfaktoren. Berücksichtigt den Betrieb, die Energiebereitstellung, die Herstellung, den Unterhalt, sowie die benötigte Infrastruktur

[3]: Flugzeug: Total 8 Stunden. Transfer Zürich HB - Zürich Flughafen (2 * 15 min), Transfer Paris Charles de Gaulle - Paris Gare de Lyon (2 * 45 min), Check in und Wartezeit an Flughäfen (2 * 90 min), Gepäckausgabe (2 * 15 min), Flugzeit (2 * 75 min).
Bahn:
Total 8.5 Stunden. Zürich HB - Paris Gare de Lyon inkl. Umsteigen (2 * 270 min).
Auto:
Total 13 Stunden. Zürich HB - Paris Gare de Lyon (2 * 390 min), tanken, Parkplatz suchen und Pausen (60 min, eigene Schätzung).

Anfahrt im Inland

Fördern Sie die Anfahrt mit ÖV und Velo, um die Umweltbelastung zu minimieren [1].
Gramm CO2-Äquivalente verschiedener Transportmittel pro Person und Kilometer inklusive Grauer Energie. Personenwagen durchschnittliche Flotte und Belegung 197 Gramm, ÖV Durchschnitt Schweiz 25 Gramm, E-Bike 15 Gramm, Velo 7 Gramm
CO2-Emissionen von verschiedenen Anfahrtsoptionen [2].


Zu Fuss und per Velo

Bereits bei der Standortwahl (Anlass und Unterkunft) können Sie darauf achten, dass die Teilnehmenden die Möglichkeit haben, zu Fuss anzureisen.

Informieren Sie die Teilnehmenden über Velo-Abstellplätze, und die Bike-Sharing Angebote PubliBike und Smide.


Öffentlicher Verkehr

Kommunizieren Sie die passende Verbindung (VBZ oder SBB) bereits in der Einladung.

Dekoratives Bild: Spezialkarte ZVVKombinieren Sie die Einladung oder den Eintritt zu Ihrer Veranstaltung mit einem ZVV-Ticket, und sorgen Sie so für eine unbeschwerte, schnelle, einfache und umweltfreundliche Hin- und Rückfahrt Ihrer Gäste.

Die zeitliche und räumliche Gültigkeit der Spezialkarten kann selbst festgelegt werden und entweder direkt an die Veranstaltungszeiten geknüpft, oder in Form einer Entwertungskarte flexibel gehalten werden.

Die Kosten für den Tarif werden aufgrund der Besucherstruktur massgeschneidert für Ihre Veranstaltung kalkuliert (Anfragen per Mail an veranstaltungen@vbz.ch).



Dekoratives Bild: Spezialkarte ZVV

Ebenfalls bietet die SBB ÖV-Lösungen für Veranstaltungen (Anfragen per Mail an events@railaway.ch) an.


Smide

Dekoratives Bild: Smide E-Bikes

Möchten Sie Ihren Gästen eine speziell innovative Anfahrt ermöglichen? Die E-Bikes von smide können bequem per App geöffnet werden und Ihre Gäste können die E-Bikes überall in der Stadt stehen lassen. Das sogenannte "free-floating" Angebot ermöglicht E-Bikes für eine kurze Zeit auszuleihen und ist so eine schnelle Transportmöglichkeit in der Stadt Zürich.

Die Firma smide ist bereits Transportpartner der ETH Zürich und verfügt über mehrere Ladestationen und Bonuszonen im Campusgebiet. Mitarbeitende und Studierende der ETH Zürich profitieren von einem vergünstigten Angebot.

Möchten Sie diese Möglichkeiten auch Ihren Gästen zur Verfügung stellen und beispielsweise Freiminuten mit einem frei wählbaren Bonuscode (Bsp. "ETH_Tag_2020") vergeben? Oder möchten Sie Ihren Gästen eine smide Tageskarte zur Verfügung stellen? Bitte melden Sie sich direkt per Mail an corporate@smide.ch.


Car-Pooling

Mit dem Tool des Registrations-Teams der Sektion Events können Sie Car-Pooling für die Teilnehmenden organisieren und ihnen alle Informationen online zur Verfügung stellen.



[1]: Umwelt Schweiz 2018. Bericht des Bundesrates
[2]:
Datengrundlage: Mobitool-Faktoren v2.0: Die Excel Datenbank mit aufbereiteten ecoinvent-Umweltdaten und Emissionsfaktoren.
Alle Daten beinhalten die benötigte Energie für den Betrieb, die Energiebereitstellung, Fahrzeugherstellung und -unterhalt sowie für die Fahrweginfrastruktur.
Auto: Durchschnittliche Flotte Schweiz, 1.6 Personen, 7.5l/100 km, 1.5 t
ÖV: Durchschnittliche Belegung und Verbrauch.
E-Bike mit Schweizer Strommix: Wasserkraft 34.6%, Sonnenenergie 0.2%, Windenergie 0.6%, Biomassse 0.6%, Kernenergie 46.7%, Erdöl 0.1%, Erdgas 2%, Kohle 0.1%, Abfälle 13.4%, weitere 13.4%



Gastronomie

Tierische Produkte


Fleisch

Fleisch und andere tierische Produkte haben erheblichen Einfluss auf die durch Nahrung erzeugte Umweltbelastung. So halbiert eine vegane Ernährung ohne tierische Produkte die Umweltbelastung gegenüber einem sehr fleischlastigen Ernährungsstil (2 kg Fleisch pro Woche) [1] und reduziert die CO2-Emissionen massiv [2].
Z
udem gilt es heute als gesichert, dass Personen mit einer vegetarischen Ernährung gegenüber Omnivoren klare gesundheitliche Vorteile haben [3, 4].

CO2 Emissionen pro Person und Jahr verschiedener Ernährungsweisen: Vegan: 1125 kg CO2. Vegetarisch: 1381 kg CO2. Durchschnitt Schweiz im Jahr 2012: 1836 kg CO2. Hoher Fleischkonsum mit 2 kg Fleisch pro Woche: 2326 kg CO2

CO2 Emissionen pro Person und Jahr verschiedener Ernährungsweisen: Vegan: 1125 kg CO2. Vegetarisch: 1381 kg CO2. Durchschnitt Schweiz im Jahr 2012: 1836 kg CO2. Hoher Fleischkonsum mit 2 kg Fleisch pro Woche: 2326 kg CO2
Energieverbrauch verschiedener Ernährungsweisen [2]. "Sonstige" beinhaltet Getränke, Fette & Öle, Getreide, Gemüse & Früchte, Transport, Verpackung, Vertrieb.
Wenn Sie dennoch nicht auf Fleisch verzichten möchten, bitten Sie Ihren Caterer folgende Punkte zu beachten:

  • Fleisch von Tieren bevorzugen, welche nicht primär für die Fleischproduktion gehalten werden (Suppenhuhn, Ziegenfleisch, dort besonders die Kitzen) und darum oft in der Biogasanlage landen.
  • Nose to tail / savoir faire: Zwischen Nase und Schwänzchen, gibt es nebst Filet, Entrecôte noch viele Stücke, die von den Konsumenten/innen nicht (mehr) nachgefragt werden, und heute oftmals zu Heimtierfutter verarbeitet oder zur Energiegewinnung genutzt werden[5].
  • Artgerechte Tierhaltung: Bezug von Fleisch, welches die  RAUS-/BTS-Anforderungen erfüllt und so zu einer Steigerung des Tierwohls beiträgt. Weitere Informationen unter "Labeling".
  • Eier sollten von Hühnern aus Freilandhaltung stammen.

Fische / Meeresfrüchte

Dekoratives Bild FischÜber 30% der Fischbestände in den Weltmeeren sind derzeit überfischt, weitere 60% sind an der Grenze zur Überfischung [6].
Wenn
Sie an Ihrem Anlass Fisch servieren möchten, verzichten Sie auf gefährdete Fischarten und beziehen Sie Fisch aus nachhaltiger Zucht / Fischerei.

Bevorzugen Sie Süsswasserfische aus der Schweiz, die im WWF- oder Greenpeace-Ratgeber grün markiert sind.

Salzwasserfische und Meeresfrüchte: Da dies keine regionalen Produkte sind und gekühlt transportiert werden müssen, eignen sie sich nicht für ein nachhaltiges Catering. Falls Sie diese dennoch anbieten möchten, entscheiden Sie sich für Fische/Meeresfrüchte, die im WWF- oder Greenpeace-Ratgeber grün markiert sind. Zudem können Sie die Fische dem Test von fair-fish unterziehen.



[1]: Umwelt Schweiz 2018. Bericht des Bundesrates
[2]: Jungbluth, N. Eggenberger, S., Keller, R. (2015):
Ökoprofil von Ernährungsstilen
[3]: Walter P., Baerlocher K. ,Camenzind-Frey E. ,Pichler R., Reinli K., Schutz Y., Wenk C. (eds.)
Gesundheitliche Vor- und Nachteile einer vegetarischen Ernährung. Expertenbericht der Eidgenössischen Ernährungskommission. Bern, Bundesamt für Gesundheit, 2006.
[4]: Marsh, K., Zeuschner, C., & Saunders, A. (2012).
Health implications of a vegetarian diet: A review. American Journal of Lifestyle Medicine, 6(3), 250-267.
[5]:
Mehr als nur das Filet. Proviande (2016)
[6]: FAO. (2018).
The State of World Fisheries and Aquaculture 2018‐Meeting the sustainable development goals.



Gemüse

KarotteUngenormtes Gemüse [1]

In der Schweiz fallen jährlich 2.7 Millionen Tonnen Lebensmittelabfälle an, wovon 1.7 Millionen Tonnen vermeidbar wären. Zum einen fehlt die Nachfrage für Nebenprodukte, wie zum Beispiel Kleie, zum andern erreicht ein Grossteil des Gemüses den Detailhandel nicht, da es nicht den Schweizerischen Qualitätsbestimmungen für Gemüse entspricht [2].

Bitten Sie Ihren Caterer, ungenormtes Gemüse und Nebenprodukte zu verwenden.

 

Saisonal und regional

Die grösste Reduktion der Umweltbelastung wird bei Gemüse und Früchten durch den Konsum von saisonalen Produkten erzielt. Im besten Fall stammt das Gemüse aus regionalem Freilandanbau, oder wurde in ungeheizten Gewächshäusern produziert [3, 4].

Ausserhalb der Saison gilt in den meisten Fällen: Transporte (auch über längere Distanzen, solange nicht per Flugzeug) sind einer mit fossilen Brennstoffen beheizten Produktion vorzuziehen. Ausnahmen sind beispielsweise Gewächshäuser, welche mit industrieller Abwärme geheizt werden [4].


GewächshausBeispiel Tomaten:

Während der Saison, also in der Regel von Mitte Juli bis Mitte September, ist es am klimafreundlichsten, sie regional aus unbeheizten Gewächshäusern oder Freiland zu beziehen. Dabei werden pro Kilo produzierter Tomaten insgesamt weniger als 0.2 kg CO2-Äquivalente emittiert. Werden die Tomaten dagegen im Mai bezogen, werden die Klimaeffekte der Gewächshausbeheizung spürbar. Pro Kilo Tomaten aus der Schweiz (Bern) werden über 5 kg CO2-Äquivalente durch die Heizung emittiert. Für dieselbe Menge Tomaten aus Italien (Terni) hingegen 1.4 kg CO2-Äquivalente. Die übrigen Emissionen (aus Produktion und Transport) der Schweizer Tomaten sind zwar geringer als bei importierten, doch diese fallen mit <0.2 kg CO2-Äquivalente (CH) und <0.4 kg CO2-Äquivalente (IT) verhältnismässig gering aus [4].




[1]: Weitere Informationen:
SRF News: Kampf gegen Foodwaste - Krumme Rüebli suchen Kundschaft (12.11.2018)
Gemüse-Abos mit "krummem Gemüse" z. B. von Grassrooted oder Uglyfruits

[2]: Bafu: Food Waste (29.04.2019)

[3]: Stoessel, F., Juraske, R., Pfister, S., & Hellweg, S. (2012). Life cycle inventory and carbon and water foodprint of fruits and vegetables: application to a Swiss retailer. Environmental science & technology, 46(6), 3253-3262.

[4]: Zhiyenbek, A., Beretta, C., Stoessel, F., & Hellweg, S. (2016) Ökobilanzierung Früchte- und Gemüseproduktion.


Labeling

Das Label

Die Stiftung Pusch betreibt seit 2001 mit Labelinfo.ch eine Informationsstelle für Umwelt- und Soziallabels, welche Informationen zu 135 Gütesiegeln und 19 Deklarationen zur Verfügung stellt. Auch für den alltäglichen Einkauf finden Sie hier spannende Informationen.


Produkte aus ökologisch verträglichem Anbau

Ob der ökologisch verträgliche Anbau (z. B. IP Suisse, BIO) die Umweltbelastung eines Betriebs verringert, wird zurzeit intensiv diskutiert [1, 2]. Diese Produkte weisen im Schnitt tiefere Umweltwirkungen pro Hektar aus, während die Umweltwirkungen pro Kilogramm Produkt in der Tendenz höher sind [3,4]. Wegen des reduzierten Nährstoffeinsatzes und der im Ganzen geringeren Ökotoxizität sind diese Systeme insbesondere für die Biodiversität vorteilhaft [3, 4, 5, 6]. Gesamthaft bieten diese Systeme vielversprechende Lösungen an, wenn der totale Flächenbedarf aufgrund der geringeren Erträge nicht ansteigt. Deshalb ist es zentral, diese Produktionssysteme mit einer Reduktion von tierischen Produkten (und somit der dafür benötigten Flächen für Futtermittel) und von Abfällen zu kombinieren [7].


Produkte aus fairem Handel

Durch fairen Handel werden langfristige und partnerschaftliche Handelsbeziehungen gefördert, welche den Produzenten/innen im Süden einen fairen Zugang zum Weltmarkt verschaffen und das Produktionsrisiko minimieren [8].

Einige Fair-Trade-Labels verpflichten sich nicht nur zu sozialen Kriterien (z. B. Verbot von Kinderarbeit, Einhaltung von Mindestlöhnen), sondern auch zu ökologischen (z. B. Einhaltung von Pufferzonen zu Gewässern).

 

Tierhaltung

Bezug von tierischen Produkten, welche die RAUS-/BTS-Anforderungen erfüllen und so das Tierwohl berücksichtigen.

Eier sollten von Hühnern aus Freilandhaltung stammen.



[1]: Niggli, U., Fliessbach, A., Hepperly P., Scialabba, N., 2009. Low Greenhouse Gas Agriculture: Mitigation and Adaptation Potential of Sustainable Farming Systems. FAO, Rev. 2

[2]: Tuomisto, H. L., Hodge, I. D., Riordan, P., & Macdonald, D. W. (2012). Does organic farming reduce environmental impacts?–A meta-analysis of European research. Journal of environmental management, 112, 309-320.

[3]: Sanders, J., & Heß, J. (2019). Leistungen des ökologischen Landbaus für Umwelt und Gesellschaft (No. 65). Thünen Report.

[4]: Seufert, V., & Ramankutty, N. (2017). Many shades of gray—The context-dependent performance of organic agriculture. Science advances, 3(3), e1602638.

[5]: Hole, D.G., Perkins, A.J., Wilson, J.D., Alexander, I.H., Grice, P.V., Evans, A.D., 2005. Does organic farming benefit biodiversity? Biological Conservation 122: 113-130.

[6]: Fuller, R. J., Norton, L. R., Feber, R. E., Johnson, P. J., Chamberlain, D. E., Joys, A. C., ... & Wolfe, M. S. (2005). Benefits of organic farming to biodiversity vary among taxa. Biology letters, 1(4), 431-434.

[7]: Muller, A., Schader, C., Scialabba, N. E. H., Brüggemann, J., Isensee, A., Erb, K. H., ... & Niggli, U. (2017). Strategies for feeding the world more sustainably with organic agriculture. Nature communications, 8(1), 1290.

[8]: Swiss Fair Trade Grundsätze und Standards 11. Juni 2015


Foodwaste

Zusammensetzung Kehricht in der Schweiz (stand 2012): 32% Biogener abfall, 13 % Papier, 13% Verbundwaren, 11% Kunststoff, 31 % sonstige Abfälle
Zusammensetzung Kehricht in der Schweiz (stand 2012) [1]: Sonstige Abfälle: Mineralische Abfälle (6.5%), Verbundverpackungen (5.7%), Karton (3.8%), Glas (3.5%), Textilien (3.3%), Kunststoffbehälter (2.2%), organische Naturprodukte (1.8%), Nichteisen-Metalle (1.1%), Restfraktion (0.7%), Elektronik (0.6%), Sonderabfälle (0.2%), Batterien (<0.1%).


Die biogenen Abfälle haben insgesamt weiter an Bedeutung gewonnen. Sie tragen mit gut 32% am meisten zur Kehrichtmenge in der Schweiz bei.

Rund die Hälfte davon, also ein Sechstel der ganzen Kehrichtmenge, besteht aus grösstenteils noch geniessbaren Nahrungsmitteln. Hochgerechnet handelt es sich um 251'000 Tonnen geniessbare Nahrungsmittel, die pro Jahr im Hauskehricht landen [1].

 

Bitten Sie die Teilnehmenden, sich fürs Essen anzumelden, so reduzieren Sie Essensreste und Kosten. Ebenfalls können Sie Ihren Teilnehmern anbieten, dass sie Lunchboxen mitbringen können, um Übriggebliebenes mit nach Hause nehmen zu können. Bei grösseren Veranstaltungen kann es sich lohnen, Foodsharing-Angebote zu prüfen (foodonate, foodsharingschweiz, Aufgetischt statt weggeworfen, weitere Infos: [2]).

 

Sprechen Sie dieses Thema mit den Verantwortlichen der Location und Ihrem Caterer an, und schauen Sie gemeinsam, wie Sie Foodwaste vermeiden können. Klären Sie ab, wie allfällige Reste wieder verwertet werden können.



[1]: BAFU Studie: Erhebung der Kehrichtzusammensetzung 2012

[2]: Weitere Infos:

Zum Thema Foodwaste: https://foodwaste.ch/

Lokale Initiativen: https://foodwaste.ch/lokale-initiativen/

Bafu Lebensmittelabfälle



Getränke

Abhängig von der Transportdistanz und -art erhöht sich die Umweltbelastung von abgepacktem Wasser im Vergleich zu Leitungswasser um das 90- bis 1000-fache [1].

Werden Wasser ab Leitung, Fruchtsäfte in Getränkekartons oder Mehrweggläsern (oder -bechern) angeboten, so reduzieren Sie die Umweltbelastung ihres Events [2].

Bieten Sie, sofern die Getränke kostenpflichtig sind, bei selbst mitgebrachten Mehrwegflaschen/-bechern Vergünstigungen an.

Übrigens: An der ETH erhalten Sie auf Coffee To Go Vergünstigungen, sofern Sie Ihren eigenen Mehrwegbecher mitbringen. Zum Beispiel gibt es den ETH KeepCup, der sich übrigens auch als Give-Away eignet.

Achten Sie beim Kaffee auf Fair-Trade, bei Pad-Maschinen auf ein sinnvolles Rückgabesystem und bei Filter- oder Bohnenkaffee auf die Vermeidung von Foodwaste.



[1]: Jungbluth, N. (2006). Comparison of the environmental impact of drinking water vs. bottled mineral water. Manuscript for the SGWA information bulletin and gwa (Gas Water Sewage).

[2]: Studie Bafu: Carbotech, A. G., & Basel, B. Ökobilanz Getränkeverpackungen.



Non-Food

Wenn Sie Beschriften auf dem Buffet haben möchten, bitten Sie den Caterer wiederverwendbaren Utensilien (Bsp. Schiefertafeln) zu benutzen.

Bevorzugen Sie wiederverwendbare Tischtücher und Servietten aus Leinen (Bezug via Caterer oder gemietet).

Vermeiden Sie Verpackungen im Allgemeinen, und verzichten Sie auf Kleinstverpackungen (z. B. Salz, Kaffeerahm, aber Achtung Foodwaste).

Mehrwegbecher und -geschirr haben eine weitaus bessere Ökobilanz als Wegwerfprodukte wie (kompostierbares) Einweggeschirr oder Einweg-Glasflaschen [1, 2]. Nebst traditionellem Geschirr, sind auch Pack’s ins Brot oder in die Papiertüte mögliche Alternativen [3].

Informieren Sie die Gäste über die Zusammensetzung der Menus. Bitten Sie Ihren Caterer, beispielsweise Infos zum Labeling anzugeben oder lassen Sie den CO2-Verbrauch der verschiedenen Menus berechnen (z.B. mit Eaternity)

Verzichten Sie darauf, für jeden Gast ein Menu zu drucken.



[1]: Carbotech (2005) Ökologisch orientierte Geschirrwahl

[2]: Pladerer, C., Meissner, M., Dinkel, F., Zschokke, M., Dehoust, G., & Schüler, D. (2008). Vergleichende Ökobilanz verschiedener Bechersysteme beim Getränkeausschank an Veranstaltungen. BMLFUW Österreichisches Bundesministerium für Land-und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft und BAFU Schweizer Bundesamt für Umwelt.

[3]: Broschüre: «Feste ohne Reste: Mehrweggeschirr und weitere Lösungen für eine Saubere Veranstaltung» (Stadt Bern)



Der Caterer

ETH Zürich Cateringbetriebe SV und Compass:

Beide Gastronomiepartner der ETH Zürich haben sich freiwillig dem ETH Klimaprogramm angeschlossen, und das Ziel gesetzt, ihre Treibhausgasemissionen innerhalb von drei Jahren um 10% zu senken. In der nächsten Periode, ab 2021, ist geplant, das Klimaprogramm zu einem Nachhaltigkeitsprogramm für die Gastronomie zu erweitern. Dieses wird neben dem Klima weitere Aspekte wie Tierwohl, Ressourcenschonung, Gesundheitsaspekte oder auch fairen Handel berücksichtigen.

In enger Zusammenarbeit mit den Caterern der ETH Zürich sind wir dabei, neue Apéro-Pakete zu entwickeln, welche die Nachhaltigkeitskriterien einbeziehen und direkt in den Webshops bestellt werden können.

Wenn Sie keine vorgefertigten Pakete wünschen, oder einen anderen Caterer buchen, bitten Sie ihn, Ihre Nachhaltigkeitsbemühungen umzusetzen, hier eine mögliche Anfrage:

Aus Nachhaltigkeitsgründen möchte ich Sie bitten, folgende Punkte zu berücksichtigen:

Verpflegung:

  • Alles vegetarisch.
  • So viel wie möglich saisonal, regional und aus ökologischem Anbau.

Getränke:

  • Karaffen und Gläser für Leitungswasser.
  • Kaffee und Tee: Fair-Trade, Bio, Milch und Kaffeerahm regional und nicht einzeln abgepackt, gerne in 0.5-Liter-Grösse.
  • Wein nicht aus Übersee.
  • Apfelsaft regional und Bio.

Verpackungen/Transport:

  • Anlieferung möglichst effizient und umweltschonend (z. B. bei kleinen Mengen mit dem Fahrrad).
  • Verzicht auf Einwegverpackungen, -geschirr, etc.
  • Finger-Food oder Alternativen, um auf Einweggeschirr zu verzichten.

Unterkunft

Distanz

Empfehlen Sie Unterkünfte nahe des Veranstaltungsorts, wenn möglich in Gehdistanz.

Unter der Rubrik "Anfahrt im Inland", finden Sie weitere Informationen und Möglichkeiten für den Transfer Ihrer Gäste.


Standard

Die Wahl der Unterkunft hat nebst der Anreise den grössten Einfluss auf die CO2-Bilanz einer Konferenz [1, 2, 3].

Mit dem Venue Finder von Zürich Tourismus können Sie nach Hotels filtern, welche für ihr Engagement in Sachen Nachhaltigkeit zertifiziert wurden.

Venue Finder Zürich Tourismus
Venue Finder Zürich Tourismus


Lokalität

Standard

Mit dem Venue Finder von Zürich Tourismus können Sie auch nach Eventlokalitäten filtern, welche für ihr Engagement in Sachen Nachhaltigkeit zertifiziert wurden.

Venue Finder Zürich Tourismus
Venue Finder Zürich Tourismus



Raumökologie

Strom

Decken Sie den Strombedarf für die Veranstaltung, wenn immer möglich, mit zertifiziertem Strom aus erneuerbaren Energien (Gütesiegel «naturemade star») ab.
An der ETH wird zurzeit (Stand 2018) 95.4 % des Stromverbrauchs durch erneuerbare Energie gedeckt.



Heizen, Kühlen

Als optimale Temperatur im Büro wird oft 20⁰C 21⁰C empfohlen. Allerdings kann keine einheitliche Optimaltemperatur angegeben werden, da diese unter anderem auch von der Isolierung des Gebäudes, der Art der Arbeit und der Bekleidung abhängt [1].

Pro Grad Celsius, um welches Sie die Temperatur senken, sparen Sie 6% der Heizenergie ein. Für eine optimale Regelung empfiehlt es sich, die Raumtemperatur mit einem Thermometer zu messen und dann nicht unnötig hoch zu heizen [2, 3].

Das gleiche gilt fürs Kühlen. Stellen Sie die Klimaanlagen nicht kälter als ca. 4 bis 8 °C unterhalb der Aussenlufttemperatur ein [1].



Lüften

Vier Liter Heizöl werden verschwendet, wenn ein Fenster im Winter einen Tag lang gekippt ist. Lüften Sie stattdessen dreimal täglich vier bis fünf Minuten lang. Drehen Sie jeweils zuvor die Thermostatventile zurück [3].



Licht

Tageslicht spart Strom, LED-Lampen ebenfalls.
Falls sie eine Videozuschaltung planen, achten Sie ebenfalls auf optimale
Lichtverhältnisse [4].



[1] SECCO 2011, Wegleitung zur Verordnung 3 zum Arbeitsgesetz: 2. Kapitel: Besondere Anforderungen des Gesundheitsschutzes; 2. Abschnitt: Beleuchtung, Raumklima, Lärm und Vibrationen; Art. 16 Raumklima

[2]: Ressourcen- und Umweltmanagement der Bundesverwaltung, 2012, Eine Information zum optimalen Heizen und Lüften am Arbeitplatz, www.rumba.admin.ch

[3]: Amt für Umweltschutz Stadt Bern: Umwelt Infoblatt Heizen und Lüften (2014)

[4]: ID MMS-VC Infrastruktur

Infrastruktur

  • Registrationsdesk, Beschilderung und Segel:
    Digital statt Druck.
    Bei wiederkehrenden Events keine Jahreszahlen verwenden.
  • Podiumsmöbel:
    Mieten nicht kaufen.
  • Garderobe:
    Wiederverwendbare Garderobennummern verwenden.
  • Technische Ausrüstung:
    Energieeffizientes Equipment von lokalen Anbietern mieten.

Barrierefreiheit

  • Stellen Sie den Zugang für hör-, seh- und gehbeeinträchtigte Personen in bzw. auf dem Weg zu den Veranstaltungsräumen, sowie zu einem barrierefreien WC sicher.
  • Falls Sie bestuhlen:
    Achten Sie darauf, genügend Bewegungsflächen für Rollstühle zu bieten.
  • Falls es ein Catering gibt:
    Unterfahrmöglichkeiten bei Tischen gewährleisten und Buffet in geringer Tiefe anrichten

Reinigung

Falls Sie Ihren Anlass in einer Räumlichkeit ausserhalb der ETH durchführen, bitten Sie die Verantwortlichen der Lokalität oder die engagierte Reinigungsfirma, ökologische Reinigungsmittel zu benutzen.

Dekoration

Blumen

Schnittblumen werden oft aus Kenia, Kolumbien, Ecuador und Äthiopien importiert und dabei häufig über 5000 km geflogen. Ein Strauss Rosen (20 Stück) aus Kenia verbraucht dabei ca. 7 kg CO2, zudem wird pro Bund 2.3 m3 Wasser benötigt. Die Arbeitsbedingungen sind oft schlecht, daher ist es wichtig auf Fair-Trade zu achten. Doch auch Schnittblumen, die aus Europa kommen, haben eine schlechte Ökobilanz, da sie oft in Gewächshäusern gezogen werden. So verbraucht beispielsweise ein Strauss Rosen aus den Niederlanden 37 kg CO2 [1].

Vergleich der Umweltbelastungen von 20 importierten Rosen. Aus den Niederlanden verursachen sie 37 kg CO2-Äquivalente, benötigen 600 Megajoule Energie und 1 Kubikmeter Wasser-Äquivalente. Aus Kenia verursachen sie im Vergleich nur 7 kg CO2-Äquivalente und  benötigen 90 Megajoule Energie da sie im Freiland wachen, und nicht wie jene aus den Niederlanden im Gewächshaus. Dafür brauchen die Kenianischen Rosen 2.3 Kubikmeter Wasser-Äquivalente und werden oft unter schlechten Arbeitbedingungen angebaut. Beim Blumenkauf gilt: Saisonal, regional und fair!
Vergleich der Umweltbelastungen von 20 importierten Rosen [1].
Aus diesen Gründen ist es besonders wichtig, nicht nur auf die Regionalität, sondern auch auf die Saisonalität zu achten!

Als ökologische und ökonomische Alternative bietet sich das Mieten von Topfpflanzen (z.B. Blumenland, Wittwerblumen oder Wyssgarten) oder Seidenblumengestecken (Silk and Fine, Froilein Blume) an.

Dekoratives Bild: Seidenblumengestecke
Bilder von Silk and Fine. Ungefähre Preise der gemieteten Kunstgestecke für 1 bis 7 Tage (zuzüglich Lieferkosten / Abholung nach Zeitaufwand): blau CHF 140.-, rot CHF 100.-. Ungefähre Preise für ähnliche Frischblumengestecke: blau ca. CHF 300.- bis CHF 350.- rot CHF 200.- bis CHF220.-.
Zu beachten ist, dass bei kleinen Arrangements (z. B. Tischschmuck) die Kunstblumen nicht wiederverwendet werden können.


[1]: Alig, Martina & Frischknecht, Rolf. (2018). Life Cycle Assessment Cut Roses Migros-Genossenschafts-Bund (MGB), Switzerland Fairtrade International Imprint Title Life Cycle Assessment Cut Roses. 10.13140/RG.2.2.21826.22724.


Licht

Verwenden Sie, wenn immer möglich, LED-Lampen.

Die Energieeffizienz von LED-Lampen (80 Lumen/Watt) übersteigt jene von Halogenlampen (17.5 Lumen/Watt) um mehr als das Vierfache. Ebenfalls sind LED-Lampen merkbar effizienter als Sparlampen (50 Lumen/Watt). Ein ähnliches Bild zeichnet sich bei den Betriebskosten und der Lebensdauer der Lampen ab. Lebensdauer in Stunden: LED-Lampen 30'000, Sparlampe 10'500, Halogenlampe 2000.
Betriebskosten während 1000 Stunden in CHF: LED-Lampen 1.60, Sparlampe 2.50, Halogenlampe 10.- [1].



[1]: Energie Schweiz: Ratgeber Effiziente Beleuchtung im Kleinbetrieb

Kerzen

Dekoratives Bild: KerzeHerkömmliche Kerzen bestehen meist aus Paraffin, welches aus Erdöl gewonnen wird. Bei der Verbrennung des gespaltenen Paraffins entsteht CO2. Eine sichere, langlebige und ökologischere Variante sind deshalb LED-Kerzen [1, 2].






[1]: About Swan labelling of Candles; https://www.ecolabel.dk

[2]: Sanz, B. (2010). Life cycleassessment (LCA) of different types of graveyard candles: thesis diplomaChemical Engineering (Doctoral dissertation, Univerza v Mariboru, Fakulteta za kemijo in kemijsko tehnologijo).

Mobiliar

Mieten Sie das Mobiliar (möglichst lokal). Nebst klassischen Vermietungen (wie zum Beispiel rent a lounge oder options) sind auch Brockenhäuser (z. B. www.brocki.ch, www.brocki-pfannenstil.ch, eine spannende Alternative.

Ballone

Dekoratives Bild: Ballons
Ballone fliegen weit: Zürich – Den Haag, kein Problem! [1] Einmal gelandet, brauchen Luftballone (auch biologisch abbaubare!) viele Jahre, um sich zu zersetzen. So werden sie besonders für Tiere eine Gefahr, welche sich in den Bändern verfangen oder die Ballonüberreste mit Nahrung verwechseln, was zu Verstopfungen und letztlich zum Tod führen kann. Eine Studie aus Queensland, welche zwischen 2006 und 2011 die Aufnahme von Meeresschutt bei Meeresschildkröten untersuchtem fand bei zehn von 33 untersuchten Schildkröten Ballonfetzen im Magen [2].

Verzichten Sie deshalb auf Ballone, lassen Sie stattdessen Schaumwolken (Wolkenmacher) oder Seifenblasen steigen.

Wenn Sie nicht auf Ballone verzichten können, dann verwenden Sie solche mit Kartonverschluss und Baumwollschnur (Ballonversand), und lassen Sie sie nicht fliegen.




[1]: Witmer, V., Register, K., & McKay, L. (2017). Balloon Release Research in Virginia and Reducing Balloon Debris through Community-Based Social Marketing. Virginia CoastalZone Management Program (Virginia Department of Environmental Quality).

[2]: Schuyler, Q., Hardesty, B. D., Wilcox, C., & Townsend, K. (2012). To eat or not to eat? Debris selectivity by marine turtles. PloS one, 7(7), e40884.


Einladung

Form

Verzichten Sie auf gedruckte Einladungen/Anmeldeformulare etc., nutzen Sie stattdessen Online Registrations Tools. Die Abteilung Services bietet für ETH interne Events diese Möglichkeit an. 


Inhalt

Erläutern Sie Ihren Gästen, welche Bemühungen Sie hinsichtlich Nachhaltigkeit unternehmen, aber auch, worauf Ihre Gäste achten können (Anfahrt ÖV, Essensreste und Blumen nach Hause nehmen etc.)


Give-Aways

Die ökologischste Variante ist es, auf Give-aways zu verzichten. Wie oft haben Sie selbst schon gut gemeinte Aufmerksamkeiten erhalten, die nach kurzer Zeit im Abfall gelandet sind?


Dekoratives Bild: Geschenk

Wenn Sie Ihren Referierenden und Gästen dennoch Wertschätzung in Form von Give-aways entgegenbringen möchten, sollten Sie folgende Optionen prüfen:

    Hier ein Good-Practice Beispiel:
    • Für die "14th Conference on Location Based Services" haben sich die Verantwortlichen für eine SIGG-Flasche entschieden (diese gibt es übrigens auch im ETH Store).
      Anstelle einer Plastiktasche war die Konferenztasche (von
      social Fabric) aus 100% Bio-Baumwolle. Die Tasche ist Fair-Trade (Partnerorganisation Freesetglobal), und die Farben für den Aufdruck GOTS zertifiziert.
      Bei Social Fabric können auch andere Produkte gekauft werden, etwa solche, die in Zusammenhang mit einem Flüchtlingsprojekt in Zürich verarbeitet wurden. W
      eitere Informationen erhalten Sie direkt im Atelier in der Binz oder per Mail.

      Beispiel Give-Away: Bedruckte SIGG-Flasche und Tragetasche aus Fair-Trade Bio Baumwolle
      Beispiel Give-away: Bedruckte SIGG-Flasche und Tragetasche aus Fair-Trade Bio-Baumwolle

    Abfall

    Recycling

    In der Schweiz ein Grossteil des Kehrichts recycelt, dennoch besteht der Kehricht in der Schweiz zu einem Fünftel aus Stoffen, die verwertbar wären [1].

    Stellen Sie getrennte Abfalleimer (Allgemein, Alu, Kompost, PET) bereit und organisieren Sie eine regelmässige Leerung.

    Zusammensetzung Kehricht in der Schweiz (stand 2012): 32% Biogener abfall, 13 % Papier, 13% Verbundwaren, 11% Kunststoff, 31 % sonstige Abfälle

    Zusammensetzung Kehricht in der Schweiz (stand 2012) [1]: Sonstige Abfälle: Mineralische Abfälle (6.5%), Verbundverpackungen (5.7%), Karton (3.8%), Glas (3.5%), Textilien (3.3%), Kunststoffbehälter (2.2%), organische Naturprodukte (1.8%), Nichteisen-Metalle (1.1%), Restfraktion (0.7%), Elektronik (0.6%), Sonderabfälle (0.2%), Batterien (<0.1%).


    Foodwaste und Verpackungen

    Hochgerechnet landen pro Jahr 251'000 Tonnen geniessbare Nahrungsmittel im Hauskehricht [2]. Tipps zum Thema Foodwaste und Verpackungen (Non-Food), finden Sie unter dem Thema Gastronomie.

    Konferenz-Zubehör

    Stellen Sie die Unterlagen auf einer Online Plattform zur Verfügung und weisen Sie die Teilnehmenden darauf hin, möglichst auf den Ausdruck zu verzichten.
    Falls gedruckt werden muss, dann doppelseitig und auf Recycling-Papier.

    Übrigens, ETH-Angehörige können auf www.print.ethz.ch ihr Druckverhalten ermitteln, und feststellen, was die entsprechenden Umweltauswirkungen sind:

    • Anzahl der verbrauchten Bäume für die Papierherstellung.
    • Treibhausgase, die in der Papierproduktion freigesetzt wurden.
    • Die Energie, die erforderlich war, um das Papier zu produzieren (wird im Vergleich zum Energieverbrauch einer Standard 60W Glühbirne dargestellt).

    Dekoratives Bild: NamensschildFalls es sich um einen einmaligen Event handelt, ist weniger mehr. Wenn Namensschilder notwendig sind, sind Klebeetiketten die sparsamste Lösung. Verzichten Sie auf Plastikhüllen, diese lohnen sich nur bei mehrtägigen Events.

    Ein ökologischer Blickfang sind Etiketten aus Graspapier [3]. Grasbasierter Zellstoff schneidet bezüglich des Energie- und Wassereinsatzes, des Versauerungspotenzials und der Emissionsbilanz deutlich besser ab, als die Alternativen holzbasierter Sulfat-Zellstoff und Altpapierstoff [4].

    Bitten Sie die Teilnehmer um Rückgabe der Plastikhüllen und Lanyards. Diese können Sie für Ihren nächsten Event wieder benützen (bei den Lanyards müssen Sie allerdings die Hygiene beachten).

    Auch die Wahl der Dekoration und der Give-aways kann die Abfallproduktion Ihres Events verringern.



    [1]: BAFU Studie: Erhebung der Kehrichtzusammensetzung 2012

    [2]: BAFU Studie Lebensmittelabfälle

    [3]: Graspapier bringt verschiedene Vorteile: Der schnellwachsende Rohstoff kann mehrmals jährlich geerntet werden, auch braucht der Anbau weniger Platz und kann lokal stattfinden. So kann die Ökobilanz im Vergleich zu herkömmlichem Papier verringert werden. Das Produkt gibt es in verschiedensten Formen, vom "normalen" Papier, über Etiketten bis zu Verpackungen.
    Weitere Infos:
    www.graspapier.de, https://grasetiketten.de

    [4]: Terlau, W., Fuchshofen, N., & Klement, J. (2017). Vergleichende Ökobilanz von holzbasiertem Zellstoff, Altpapierstoff und grasbasiertem Zellstoff in der deutschen Papierproduktion.



    Finanzen

    Mieten statt kaufen, weniger Abfall produzieren, weniger Ressourcen brauchen. So sinkt nicht nur die Umweltbelastung, sondern auch das benötigte Budget.

    Achten Sie darauf, dass sich Sponsoring-Unternehmen für die Einhaltung ökologischer und sozialer Grundsätze einsetzen (z. B. Mitgliedschaft im Verband für nachhaltiges Wirtschaften).

    Unterhaltung

    Während der Konferenz

    Thematisieren Sie Nachhaltigkeit in Ihrem Rahmenprogramm. Beispiele dafür:

    • Nachhaltigkeitsaspekte in Vorträge oder Diskussionsrunde integrieren.
    • Ein ausgewogenes Geschlechter-​ und Diversity-​Verhältnis an Konferenzen fördert die Themenvielfalt und die fachliche Diskussion. Die Equal!-​Checkliste der ETH enthält einfach umsetzbare Tipps für die Organisation Ihrer Konferenz.
    • Bieten Sie Umweltorganisationen, lokalen Projektgruppen oder Studierendeninitiativen eine Plattform (z.B. im Foyer oder auf Fluren).
    • Achten Sie auf Barrierefreiheit.
    • Bieten Sie Kinderbetreuung an.
    • Bewegte Pausen.
    • Zugang zum ASVZ.

    Ausserhalb der Konferenz

    Zürich ist eine nachhaltige Stadt. Informieren Sie die Teilnehmenden über die verschiedenen Möglichkeiten.